Materialien und Informationen zur Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" finden Sie auf den Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V.
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27 Branchenverbände fordern gemeinsam mit IG BAU und Mieterbund eine neue Wohnungsbaupolitik
Deutschland hat eine neue Wohnungsnot. Insbesondere in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt deutlich zugespitzt. Hier gibt es einen massiven Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen. Aktuell fehlen in den zehn deutschen Großstädten, die den stärksten Wohnungsmangel haben, mehr als 100.000 Mietwohnungen – rund 17.500 davon allein in Frankfurt am Main und 8.000 in Stuttgart. Wenn der Mietwohnungsbau nicht verdoppelt wird und auf mindestens 130.000 neue Wohnungen pro Jahr ansteigt, dann wird sich die Mietwohnungslücke drastisch vergrößern: In fünf Jahren werden dann 400.000 Mietwohnungen bundesweit fehlen. Unterm Strich bedeutet dies somit, dass bis 2017 insgesamt 825.000 Mietwohnungen neu gebaut werden müssen.

Zu diesem Ergebnis kommen zwei aktuelle Studien, die das Pestel-Institut in Hannover und der Bochumer Wohnungsbau-Experte Prof. Dr. Volker Eichener im Auftrag der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ erstellt haben.
Wohnungsbau im Fokus der Politik
Der Wohnungsbau im Fokus der Politik: Deutschland hat eine neue Wohnungsnot - das ist die zentrale Botschaft des 4. Fachforums Wohnungsbau. Experten sprechen mit Blick auf die Politik von einer "hausgemachten Wohnungsnot". Verantwortlich dafür sei insbesondere der schrittweise Rückzug des Bundes aus der Wohnungsbauförderung in den vergangenen 15 Jahren. Sie fordern einen raschen Kurswechsel der Wohnungsbaupolitik - und sind sich sicher: Bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2013 werden das Wohnen und der Wohnungsbau - seit langem - wieder eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen.
Drei Länder-Chefs haben die Wohnungsbaupolitik für sich und ihre Bundesländer entdeckt. Hier die Statements, die sie der Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau" zum 4. Wohnungsbautag 2012 in Berlin gegeben haben:
Wichtiger Termin für Journalisten:
Einladung zur Pressekonferenz am 01.03.2012, 10:30 Uhr
Soziale Schieflage: Deutschland gehen bezahlbare Wohnungen aus
Deutschland hat beim Wohnungsbau eine „soziale Schieflage“. Wenn Bund und Länder nicht gegensteuern, wird es eine neue Wohnungsnot geben. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien – vom renommierten Pestel-Institut in Hannover und vom Wohnungsbau-Experten Prof. Dr. Volker Eichener.
Die in den vergangenen sechs Monaten erarbeiteten Studien haben den deutschen Wohnungsmarkt analysiert. Sie belegen mit Fakten, dass die Grundversorgung großer Teile der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum schon jetzt an ihre Grenzen stößt und in naher Zukunft nicht mehr gewährleistet sein wird. Gleichzeitig weisen die Studien entscheidende Defizite der Wohnungsbaupolitik des Bundes und der Länder nach.
Die Studien stellen vor:
Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft,
Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS)
und Rektor der EBZ Business School
Auf der Pressekonferenz dabei:
IG BAU-Bundesvorsitzender
Industriegewerkschaft
Bauen-Agrar-Umwelt
ZDB-Präsident
Zentralverband
Deutsches Baugewerbe
BDB-Präsident
Bundesverband
Deutscher Baustoff-Fachhandel
DMB-Direktor
Deutscher Mieterbund
BFW-Präsident
Bundesverband
Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen
DGfM-Vorsitzender
Deutsche Gesellschaft
für Mauerwerks- und Wohnungsbau
Einladung zur Pressekonferenz
Das 4. Fachforum Wohnungsbau
"Wie sozial tickt Deutschland beim Wohnungsbau?"
findet am Mittwoch, 29. Februar 2012 von 13 bis 17 Uhr
im Historischen kassensaal der KfW-Bank, Behrenstr. 33
statt.
Die Einladung finden sie hier
Berlin, 30. Januar 2012
Die IG BAU und der Deutsche Mieterbund haben gemeinsam mit Verbänden der Bau- und Immobilienbranche Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) aufgefordert, seine Zusage* zu halten, in diesem und in den kommenden Jahren jeweils 1,5 Milliarden Euro an KfW-Fördermitteln für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung zu stellen. Die in der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossenen Verbände reagierten damit auf eine Bestätigung des Bundesfinanzministeriums, dass in diesem Jahr vorerst lediglich 900 Millionen Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitgestellt werden.
In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage an die bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Daniela Wagner, hat die Bundesregierung jetzt erstmals eingeräumt, dass die zugesagte Förderung der CO2-Gebäudesanierung unsicher sei. Damit bestätigt sich die von der Kampagne frühzeitig geäußerte Sorge, dass die Finanzierung der energetischen Gebäudesanierung auf wackeligen Beinen steht. Die Bundesregierung nimmt den Hausbesitzern und der Wohnungswirtschaft damit das, was sie dringend brauchen: Verlässlichkeit.
Hier die PRESSEMITTEILUNG
7. November 2011
Pro „Bau-Euro“ landen 51 Cent beim Staat
Von jedem Euro, der beim Hausbau investiert wird, fließen 51 Cent an Steuern und Sozialabgaben an den Staat. Das geht aus einer Baukosten-Analyse hervor, die das Pestel-Institut in Hannover gemacht hat. Die öffentlichen Kassen profitieren demnach in erheblichem Maße vom Wohnungsbau – weit mehr sogar, als sie in dessen Förderung investieren. Vor diesem Hintergrund fordern die Bau-Gewerkschaft, der Deutsche Mieterbund und die Baustoff-Branche vom Bund, den Wohnungsbau stärker als bisher anzukurbeln. Hierzu seien mehr KfW-Fördermittel und eine deutlich bessere steuerliche Abschreibung notwendig. Die Weichen dafür müssten am kommenden Mittwoch und Donnerstag auf den Bereinigungssitzungen des Haushaltsausschusses in Berlin für das kommende Jahr gestellt werden.
Nach den Berechnungen des Pestel-Instituts führt der Neubau eines Einfamilienhauses in Höhe von 200.000 Euro Baukosten zu Steuereinnahmen von fast 47.000 Euro (32.000 Euro Mehrwertsteuer sowie gut 14.600 Euro Lohnsteuer und Soli). Zudem fließen nahezu 55.500 Euro über die Bauunternehmen und deren Arbeitnehmer in die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherungen. „Damit landen mehr als die Hälfte der Neubaukosten über Steuern und Sozialabgaben in öffentlichen Kassen“, so Matthias Günther, der die Berechnungen beim Pestel-Institut geleitet hat. Der Staat gehört damit zu den „Gewinnern beim Hausbau“.
Ähnlich sehe es auch bei der CO2-Gebäudesanierung aus: Bei einer Energiespar-Sanierung, die 50.000 Euro kostet, nimmt der Staat nahezu 12.000 Euro an Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag ein, so die Berechnung des Pestel-Instituts. Hinzu kämen noch einmal rund 15.000 Euro an Sozialabgaben. Dem stehe lediglich eine maximale Summe von 6.000 Euro gegenüber, mit der der Staat diese energetische Gebäudesanierung über KfW-Programme und Steuerabschreibung fördere. Fazit: „Unterm Strich bleibt immer dann ein dickes Plus für Vater Staat, wenn private Bauherren oder Immobiliengesellschaften in den Wohnungsbau in Deutschland investieren“, so Günther.
Die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“, in deren Auftrag das Pestel-Institut die Baukosten-Analyse gemacht hat, fordert daher vom Bund und von den Ländern mehr Anreize für Bauherren und Hauseigentümer. „Für den Staat ist jeder Handschlag, der auf einer Baustelle gemacht wird, ein Gewinn. Für jeden Finanzpolitiker ist es daher eine einfache Rechnung: Der Staat kann nur gewinnen, wenn er den Wohnungsbau in Deutschland belebt“, sagt Dr. Ronald Rast von der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.
Hinweise für die Redaktion
Die Grafik zur Baukosten-Analyse können Sie frei verwenden können. Um den Zusatz „Grafik: Pestel-Institut“ wird gebeten.
4. November 2011
Aktuelle Untersuchung des Pestel-Instituts zum Wohnen im Alter
Die Wohnsituation für Senioren wird sich in den kommenden Jahren bundesweit dramatisch verschlechtern. Immer mehr Ältere drohen vom Wohnungsmarkt „abgekoppelt“ zu werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Pestel-Instituts in Hannover. Grund seien eine zunehmende Altersarmut sowie ein viel zu geringer Bestand an altersgerechten und bezahlbaren Wohnungen in Deutschland.
„Für einen Großteil der Menschen, die innerhalb der nächsten Jahre in Rente gehen, wird das Wohnen zum Problem. Sie werden sich ihre jetzige Wohnung einfach nicht mehr leisten können“, sagt Matthias Günther, der die Untersuchung beim Pestel-Institut geleitet hat.
So werden im Jahr 2020 mehr als 930.000 Rentner in Deutschland auf die staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen sein. Ihre Zahl würde damit noch in diesem Jahrzehnt dramatisch steigen – um mehr als 125 Prozent. Jeder zwanzigste Rentner müsste dann vom sozialen Netz aufgefangen werden. Tendenz steigend.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.
Zur EnEV-Studie von Prognos ...
Studie zeigt: Wohnungsmarkt in Berlin hat Nachholbedarf
Energiespar-Effekt durch Gebäudesanierung in Berlin: 251 Liter Heizöl pro Kopf
12.100 neue Dauerarbeitsplätze bei 36,4 Mrd. Euro Bau-Investitionen
Den Gebäudebestand in Berlin auf den „Energie-Prüfstand“ gehievt: Erstmals hat jetzt eine Studie das Energiespar-Potenzial für den Wohnungsmarkt in Berlin ermittelt. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass sich pro Jahr mehr als 8.652.000 Megawattstunden an Energie sparen lassen, wenn alle Altbauten in Berlin auf das Energieniveau eines Neubaus gebracht werden. Umgerechnet auf die Einwohner in Berlin würde dies einer jährlichen Einsparung von 251 Litern Heizöl pro Kopf entsprechen.
Verbände fordern Nachbesserungen zum Energiekonzept
Energetische Gebäudesanierung bringt Investitionsschub von 900 Mrd. Euro
Verbände der Bau- und Immobilienbranche haben Nachbesserungen beim Energiekonzept der Bundesregierung gefordert, das in der kommenden Woche im Bundestag verabschiedet werden soll. Mit dem vorliegenden Gesetzespaket zur Energiewende sei die angestrebte Verdopplung der Sanierungsquote bei Gebäuden nicht zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Bundesregierung ein deutlich stärkeres Gewicht auf das energiesparende Planen, Bauen und Sanieren legen, fordern 26 Verbände, die sich in der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossen haben.
Dabei biete gerade der Wohnungsbau in Deutschland ein „enormes Potenzial beim Energiesparen“: Wenn der Wohnungsbestand, der bis zum Ende der 70er-Jahre gebaut worden ist, energetisch saniert und auf das Energieniveau eines Neubaus gebracht wird, dann lassen sich dadurch 212 Millionen Megawattstunden Energie pro Jahr einsparen, heißt es in einem Positionspapier, das die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ heute in Berlin vorgelegt hat.
Die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ mit seinen derzeit 29 Mitgliedern unterstützt gemeinsam mit 31 weiteren Verbänden und Organisationen den „Pakt für Klimaschutz“.
Den vollständigen Text herunterladen (PDF 1,3 MB)
Deutschland baut zu wenig Wohnungen. Laut einer Branchenstudie des Eduard Pestel Instituts müssen mehr Wohnungen gebaut werden, um die Anpassung an die demografischen Entwicklungen und an die Herausforderungen durch den Klimawandel zu meistern. Wohnraumknappheit für Familien und junge Singles, das Fehlen von geeigneten Wohnungen für Senioren, Probleme beim Erreichen der Klimaschutzziele: Diese Probleme sind hausgemacht, lassen sich aber durch verbesserte Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau lösen.
Studien und Analysen zum Wohnungbau und -bedarf finden Sie hier
Für bessere politische Rahmenbedingungen im Wohnungsbau wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau und dem Bundesverband des Deutschen Baustoff-Fachhandels die Kampagne Impulse für den Wohnungsbau ins Leben gerufen. Weitere Untersützer der Kampagen sind der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ZDB, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt IG BAU, der Deutsche Mieterbund DMB und der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Ziel der Kampagne ist es, die politischen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau so zu verbessern, dass genügend und geeigneter Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.
Bereits im Jahr 2004 wurde das Verbändenetzwerk Aktion Impulse für den Wohnungsbau ins Leben gerufen. Neben den Unterstützern der Kampagne gehören der Aktion Impulse für den Wohnungsbau weitere 21 bundesweit tätigen Verbände und Kammern der Immobilien- und Bauwirtschaft an. Die Koordination des Verbändenetzwerkes erfolgt durch die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau.