Materialien und Informationen zur Aktion "Impulse für den Wohnungsbau" finden Sie auf den Webseiten der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V.
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Die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ hat sich auf einen Maßnahmenkatalog verständig, der alle wesentlichen Stellschrauben in Sachen Wohnungsbau umfasst. Es ist ein 7-Punkte-Katalog – zusammengefasst im Positionspapier der Aktion.
Alle Argumente auf einen Blick bietet das Wohnungsbau-Pocket für das Wahljahr 2013 mit sieben zentralen „To-Do-Karten“.
Das Bestellformular finden Sie hier.
Neubau von Wohnungen für mittlere Einkommen fördern
Neue Studie: Sozialer Wohnungsbau plus „Wohnbauförderung für die Mitte“
Mangelware Wohnraum auch für Durchschnittsverdiener: Die Wohnungsbaukrise in den Ballungszentren und Wachstumsregionen kann nur bewältigt werden, wenn auch der Wohnungsneubau für mittlere Einkommen wirkungsvoll und gezielt gefördert wird. Die Ankurbelung des sozialen Wohnungsbaus ist zwar dringend notwendig, reicht allein aber nicht aus. Sie muss um eine „Wohnungsbauförderung für die Mitte“ ergänzt werden. Das ist das Ergebnis der Studie „Strategien für bezahlbares Wohnen in der Stadt“ vom Berliner Forschungsinstitut RegioKontext, die heute in Berlin vorgestellt wurde.
Nur so könne es insbesondere in Großstädten, Ballungsräumen und Universitätsstädten gelingen, mehr Wohnungen zu schaffen, die sich auch Haushalte mit mittleren Einkommen leisten könnten. Angesichts drastisch steigender Mieten hätten Normalverdiener dort heute kaum die Chance, eine Wohnung zu vernünftigen Konditionen zu bekommen.
weiter zur Pressemitteilung (pdf)
und hier die Studie als Kurzfassung
Und hier auch die Langfassung der Studie als pdf (4 MB)
Kommunal-Kaleidoskop – das Stimmungsbild vom Wohnen vor Ort.
Sie sind herzlich eingeladen zum
5. Fachforum auf dem Wohnungsbau-Tag 2013
Mieterbund | IG BAU | ZDB | GdW | BFW | DGfM | BDB
Wohnungsbau – vom Stiefkind zur Chefsache
Wie Bund, Länder und Kommunen die Weichen stellen müssen
* am Donnerstag, 28. Februar 2013
* von 12:30 bis 17:00 Uhr
* in der KfW Bankengruppe – Niederlassung Berlin
Historischer Kassensaal I Eingang Behrenstr. 33 I 10117 Berlin-Mitte
Das Experten-Forum ist hochkarätig besetzt. Hauptredner:
* Dr. Peter Ramsauer | Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
* Olaf Scholz | Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg
Mehr Neubau in Ballungszentren, Uni- und Großstädten – mehr preiswerte Wohnungen für die Bevölkerung. Damit es nicht bei Ankündigungen und Forderungen bleibt: Welche Wege tatsächlich Erfolg bringen, um Deutschland beim Wohnen zukunftssicher zu machen, zeigt die aktuelle RegioKontext-Studie auf. Präsentiert wird sie von Arnt von Bodelschwingh und Prof. Dr. Götz von Rohr auf dem Fachforum zum Wohnungsbautag 2013.
Abschließende Podiumsdiskussion mit den Baupolitikern:
Arnold Vaatz (CDU)
Florian Pronold (SPD)
Daniela Wagner (Bündnis 90/ Die Grünen)
Sebastian Körber (FDP)
Heidrun Bluhm (Die Linke)
Die Einladung für das Fachforum finden Sie hier.
Ihr
Verbändebündnis Wohnungsbau
Berlin, 21. November 2012
Wohnungsbau-Initiative:
Heute wieder kein „Entscheidungstag für Klima und Konjunktur“
Die Entscheidung, ob die Klimawende gelingt oder nicht, wird erneut auf die lange Bank geschoben. „Die energetische Gebäudesanierung bleibt im politischen Bund-Länder-Verschiebebahnhof stecken“, kritisiert die „Wohnungsbau-Initiative“, zu der sich drei Bau-Verbände und die Bau-Gewerkschaft zusammengeschlossen haben. Es sei der Bundesregierung und den Ländern nicht gelungen, den heutigen Mittwoch zum „Entscheidungstag für Klima und Konjunktur“ zu machen. Ursprünglich sollte sich der Vermittlungsausschuss am frühen Abend über steuerliche Anreize der Energiespar-Sanierung bei Wohngebäuden einigen. Dies scheint vorerst vom Tisch zu sein. Die „Wohnungsbau-Initiative“ warnt davor, den Steuerbonus für die energetische Gebäudesanierung weiterhin zum Spielball politischen Taktierens zu machen. „Wir dürfen uns nicht die unendliche Geschichte einer energetisch unsanierten Republik leisten“, so die „Wohnungsbau-Initiative“.
Die energetische Gebäudesanierung sei nun endgültig zur Chefsache im Kanzleramt gemacht worden. Mit ihrer aktuellen Videobotschaft rücke Bundeskanzlerin Angela Merkel das energiesparende Sanieren von Wohnhäusern in den Mittelpunkt ihrer Politik. „Genau da gehört es auch hin. Der Erwartungsdruck, der daher auf Bund und Ländern lastet, ist enorm. Ein Scheitern können sich beide Seiten nicht mehr leisten. Dann würden Bund und Länder nicht einmal mehr eine Klimakurve schaffen – geschweige denn die Klimawende“, so die „Wohnungsbau-Initiative“. weiter zur Pressemitteilung als pdf
Verbändebündnis Wohnungsbau:
Deutschland braucht mehr seniorengerechte Wohnungen
Berlin, 20. November 2012
Mit den KfW-Milliarden für die Zukunft vorbauen: Das „Verbändebündnis Wohnungsbau“ der Bau- und Immobilienbranche hat davor gewarnt, die milliardenschweren Gewinne der KfW ganz oder teilweise in den Bundeshaushalt fließen zu lassen. Bei der KfW selbst werde das Geld dringend gebraucht. So stehe derzeit kein einziger Cent Zuschussmittel für das KfW-Förderprogramm „Altersgerechtes Umbauen“ zur Verfügung. „Wenn die Bundesregierung Deutschland demografiefest machen will, dann fängt das bei den Gebäuden an. Seniorengerechte Wohnungen sind ein Muss. Ohne staatliche Anreize wird sich hier wenig tun“, so die Einschätzung der Verbände. Das Eigenprogramm der KfW sieht derzeit nur Kredite vor.
Das „Verbändebündnis Wohnungsbau“ übt scharfe Kritik an der Haushaltsplanung des Bundes: „2012 war schon ein ‚verlorenes Jahr’, was den altersgerechten Wohnungsbau angeht. Der Bund hatte das KfW-Programm bei den direkten Zuschüssen auf Null gesetzt. Und im kommenden Jahr soll die Förderung von seniorengerechten Wohnungen wieder leer ausgehen“. weiter zur Pressemitteilung als pdf
25 Branchenverbände legen Positionspapier zur Energieeffizienz vor
12. Oktober 2012
Foto: Dr. Ronald Rast, Koordinator der Aktion "Impulse für den Wohnungsbau"
Deutschland hat eine der wichtigsten Säulen für Klimaschutz und Energiewende noch längst nicht voll auf den Plan gerufen: den Wohnungsbau. Auf Kampagnenplakaten habe die Bundesregierung bislang Wohnhäuser effektvoll in Schal und Wollmütze gepackt. Eine wirkungsvolle Offensive zur Energieeffizienz beim Wohnungsbau lasse jedoch auf sich warten, so die Kritik der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“.
Deren Koordinator fordert vor den abschließenden Haushaltsberatungen für das kommende Jahr von allen Fraktionen im Deutschen Bundestag „ein klares ‚Ja’“ für die Förderung des energetischen Bauens und Sanierens: „Vielleicht sollten wir uns zuerst Gedanken darüber machen, wie wir den Energieverbrauch möglichst stark reduzieren können? Das senkt die Aufwendungen für die Erzeugung von Energie und hilft dem kleinen Mann, Energiekosten zu sparen. Dazu ist eine verbesserte Energieeffizienz im Wohnungsbestand die wichtigste Säule. Der Bundestag hat es jetzt in der Hand, die energieeffiziente Gebäudesanierung attraktiver zu machen und finanziell auf sichere Füße zu stellen“, sagt Dr. Ronald Rast. Andernfalls werde die Chance, einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende sowie zum Klimaschutz zu leisten, erneut vertan. weiter
Das Positionspapier finden Sie hier (pdf)
Das Jahr 2013 nicht verschenken: KfW-Förderung reaktivieren
Der Wohnungsmarkt in Deutschland hält mit dem Älterwerden der Bevölkerung nicht Schritt: Bundesweit fehlen schon jetzt Seniorenwohnungen. Und der Bedarf an altersgerechtem Wohnraum wird weiter steigen. Darauf hat die Wohnungsbau-Initiative hingewiesen. Die Allianz aus Deutschem Mieterbund (DMB), IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und Deutscher Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) fordert ein Ankurbeln des altersgerechten Wohnungsbaus. Dazu müssten insbesondere die Mittel für das KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ im Bundeshaushalt 2013 reaktiviert werden.
„Es wird höchste Zeit, auf den wachsenden Bedarf an Seniorenwohnungen zu reagieren. Der Bund hat sich darauf noch nicht ausreichend eingestellt“, sagt Dr. Ronald Rast von der Wohnungsbau-Initiative. Dies gehe aus einer Untersuchung hervor, die das Pestel-Institut aus Hannover über den Wohnungsmarkt für Senioren gemacht habe. Gestützt werde die Forderung nach zusätzlichen Seniorenwohnungen auch von der Studie „Wohnen im Alter“, die das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) für das Bundesbauministerium durchgeführt habe. Die Untersuchung der Bundesregierung mache deutlich, dass der Bedarf an altersgerechten Wohnungen sowohl aktuell, aber insbesondere zukünftig deutlich höher sei als „die vorhandenen 0,5 Millionen weitgehend barrierefreien Wohneinheiten, in denen ältere Menschen zur Zeit leben“. weiter
Aktuelle Pestel-Studie: Niedersachsen verliert 930 Sozialwohnungen pro Jahr
In Niedersachsen sinken die Chancen für Menschen mit geringem Einkommen, eine günstige Mietwohnung zu finden. Sozialwohnungen werden immer mehr zur Mangelware. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Pestel-Institut in Hannover gemacht hat. Demnach fehlen in Niedersachsen rund 351.000 Sozialwohnungen. Nicht einmal jeder achte finanzschwache Haushalt in Niedersachsen habe derzeit überhaupt die Möglichkeit, eine Sozialmietwohnung zu bekommen. Weiter
Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau:
Sozialen Wohnungsbau sichern | Haushälter beraten am Mittwoch
Der soziale Wohnungsbau soll auch künftig Gemeinschaftsaufgabe von Bund und Ländern bleiben. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb, die jetzige Beteiligung des Bundes an der sozialen Wohnraumförderung bis zum Jahr 2019 fortzuführen. Am morgigen Mittwoch wird sich der Haushaltsausschuss des Bundestages mit dem Antrag befassen.
Die Tatsache, dass der Antrag zur sozialen Wohnraumförderung mit der Stimmenmehrheit der schwarz-gelben Regierungskoalition federführend an den Haushaltsausschuss überwiesen worden ist, bezeichnet die Wohnungsbau-Kampagne „als völlig falsches Signal“. Zuständig sollte der Bauausschuss sein. Es sei ein schlechtes Zeichen, Wohnungsbaupolitik nach dem Diktat der Haushälter zu machen, so die Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“. weiter
27 Branchenverbände fordern gemeinsam mit IG BAU und Mieterbund eine neue Wohnungsbaupolitik
Deutschland hat eine neue Wohnungsnot. Insbesondere in Großstädten, Ballungszentren und Universitätsstädten hat sich die Situation auf dem Wohnungsmarkt deutlich zugespitzt. Hier gibt es einen massiven Mangel an bezahlbaren Mietwohnungen. Aktuell fehlen in den zehn deutschen Großstädten, die den stärksten Wohnungsmangel haben, mehr als 100.000 Mietwohnungen – rund 17.500 davon allein in Frankfurt am Main und 8.000 in Stuttgart. Wenn der Mietwohnungsbau nicht verdoppelt wird und auf mindestens 130.000 neue Wohnungen pro Jahr ansteigt, dann wird sich die Mietwohnungslücke drastisch vergrößern: In fünf Jahren werden dann 400.000 Mietwohnungen bundesweit fehlen. Unterm Strich bedeutet dies somit, dass bis 2017 insgesamt 825.000 Mietwohnungen neu gebaut werden müssen.

Zu diesem Ergebnis kommen zwei aktuelle Studien, die das Pestel-Institut in Hannover und der Bochumer Wohnungsbau-Experte Prof. Dr. Volker Eichener im Auftrag der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ erstellt haben.
Wohnungsbau im Fokus der Politik
Der Wohnungsbau im Fokus der Politik: Deutschland hat eine neue Wohnungsnot - das ist die zentrale Botschaft des 4. Fachforums Wohnungsbau. Experten sprechen mit Blick auf die Politik von einer "hausgemachten Wohnungsnot". Verantwortlich dafür sei insbesondere der schrittweise Rückzug des Bundes aus der Wohnungsbauförderung in den vergangenen 15 Jahren. Sie fordern einen raschen Kurswechsel der Wohnungsbaupolitik - und sind sich sicher: Bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst 2013 werden das Wohnen und der Wohnungsbau - seit langem - wieder eine zentrale Rolle im Wahlkampf spielen.
Drei Länder-Chefs haben die Wohnungsbaupolitik für sich und ihre Bundesländer entdeckt. Hier die Statements, die sie der Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau" zum 4. Wohnungsbautag 2012 in Berlin gegeben haben:
Wichtiger Termin für Journalisten:
Einladung zur Pressekonferenz am 01.03.2012, 10:30 Uhr
Soziale Schieflage: Deutschland gehen bezahlbare Wohnungen aus
Deutschland hat beim Wohnungsbau eine „soziale Schieflage“. Wenn Bund und Länder nicht gegensteuern, wird es eine neue Wohnungsnot geben. Zu diesem Ergebnis kommen zwei Studien – vom renommierten Pestel-Institut in Hannover und vom Wohnungsbau-Experten Prof. Dr. Volker Eichener.
Die in den vergangenen sechs Monaten erarbeiteten Studien haben den deutschen Wohnungsmarkt analysiert. Sie belegen mit Fakten, dass die Grundversorgung großer Teile der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum schon jetzt an ihre Grenzen stößt und in naher Zukunft nicht mehr gewährleistet sein wird. Gleichzeitig weisen die Studien entscheidende Defizite der Wohnungsbaupolitik des Bundes und der Länder nach.
Die Studien stellen vor:
Instituts für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft,
Stadt- und Regionalentwicklung (InWIS)
und Rektor der EBZ Business School
Auf der Pressekonferenz dabei:
IG BAU-Bundesvorsitzender
Industriegewerkschaft
Bauen-Agrar-Umwelt
ZDB-Präsident
Zentralverband
Deutsches Baugewerbe
BDB-Präsident
Bundesverband
Deutscher Baustoff-Fachhandel
DMB-Direktor
Deutscher Mieterbund
BFW-Präsident
Bundesverband
Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen
DGfM-Vorsitzender
Deutsche Gesellschaft
für Mauerwerks- und Wohnungsbau
Einladung zur Pressekonferenz
Das 4. Fachforum Wohnungsbau
"Wie sozial tickt Deutschland beim Wohnungsbau?"
findet am Mittwoch, 29. Februar 2012 von 13 bis 17 Uhr
im Historischen kassensaal der KfW-Bank, Behrenstr. 33
statt.
Die Einladung finden sie hier
Berlin, 30. Januar 2012
Die IG BAU und der Deutsche Mieterbund haben gemeinsam mit Verbänden der Bau- und Immobilienbranche Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) aufgefordert, seine Zusage* zu halten, in diesem und in den kommenden Jahren jeweils 1,5 Milliarden Euro an KfW-Fördermitteln für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung zu stellen. Die in der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossenen Verbände reagierten damit auf eine Bestätigung des Bundesfinanzministeriums, dass in diesem Jahr vorerst lediglich 900 Millionen Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitgestellt werden.
In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage an die bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Daniela Wagner, hat die Bundesregierung jetzt erstmals eingeräumt, dass die zugesagte Förderung der CO2-Gebäudesanierung unsicher sei. Damit bestätigt sich die von der Kampagne frühzeitig geäußerte Sorge, dass die Finanzierung der energetischen Gebäudesanierung auf wackeligen Beinen steht. Die Bundesregierung nimmt den Hausbesitzern und der Wohnungswirtschaft damit das, was sie dringend brauchen: Verlässlichkeit.
Hier die PRESSEMITTEILUNG
7. November 2011
Pro „Bau-Euro“ landen 51 Cent beim Staat
Von jedem Euro, der beim Hausbau investiert wird, fließen 51 Cent an Steuern und Sozialabgaben an den Staat. Das geht aus einer Baukosten-Analyse hervor, die das Pestel-Institut in Hannover gemacht hat. Die öffentlichen Kassen profitieren demnach in erheblichem Maße vom Wohnungsbau – weit mehr sogar, als sie in dessen Förderung investieren. Vor diesem Hintergrund fordern die Bau-Gewerkschaft, der Deutsche Mieterbund und die Baustoff-Branche vom Bund, den Wohnungsbau stärker als bisher anzukurbeln. Hierzu seien mehr KfW-Fördermittel und eine deutlich bessere steuerliche Abschreibung notwendig. Die Weichen dafür müssten am kommenden Mittwoch und Donnerstag auf den Bereinigungssitzungen des Haushaltsausschusses in Berlin für das kommende Jahr gestellt werden.
Nach den Berechnungen des Pestel-Instituts führt der Neubau eines Einfamilienhauses in Höhe von 200.000 Euro Baukosten zu Steuereinnahmen von fast 47.000 Euro (32.000 Euro Mehrwertsteuer sowie gut 14.600 Euro Lohnsteuer und Soli). Zudem fließen nahezu 55.500 Euro über die Bauunternehmen und deren Arbeitnehmer in die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherungen. „Damit landen mehr als die Hälfte der Neubaukosten über Steuern und Sozialabgaben in öffentlichen Kassen“, so Matthias Günther, der die Berechnungen beim Pestel-Institut geleitet hat. Der Staat gehört damit zu den „Gewinnern beim Hausbau“.
Ähnlich sehe es auch bei der CO2-Gebäudesanierung aus: Bei einer Energiespar-Sanierung, die 50.000 Euro kostet, nimmt der Staat nahezu 12.000 Euro an Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag ein, so die Berechnung des Pestel-Instituts. Hinzu kämen noch einmal rund 15.000 Euro an Sozialabgaben. Dem stehe lediglich eine maximale Summe von 6.000 Euro gegenüber, mit der der Staat diese energetische Gebäudesanierung über KfW-Programme und Steuerabschreibung fördere. Fazit: „Unterm Strich bleibt immer dann ein dickes Plus für Vater Staat, wenn private Bauherren oder Immobiliengesellschaften in den Wohnungsbau in Deutschland investieren“, so Günther.
Die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“, in deren Auftrag das Pestel-Institut die Baukosten-Analyse gemacht hat, fordert daher vom Bund und von den Ländern mehr Anreize für Bauherren und Hauseigentümer. „Für den Staat ist jeder Handschlag, der auf einer Baustelle gemacht wird, ein Gewinn. Für jeden Finanzpolitiker ist es daher eine einfache Rechnung: Der Staat kann nur gewinnen, wenn er den Wohnungsbau in Deutschland belebt“, sagt Dr. Ronald Rast von der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.
Hinweise für die Redaktion
Die Grafik zur Baukosten-Analyse können Sie frei verwenden können. Um den Zusatz „Grafik: Pestel-Institut“ wird gebeten.
4. November 2011
Aktuelle Untersuchung des Pestel-Instituts zum Wohnen im Alter
Die Wohnsituation für Senioren wird sich in den kommenden Jahren bundesweit dramatisch verschlechtern. Immer mehr Ältere drohen vom Wohnungsmarkt „abgekoppelt“ zu werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Pestel-Instituts in Hannover. Grund seien eine zunehmende Altersarmut sowie ein viel zu geringer Bestand an altersgerechten und bezahlbaren Wohnungen in Deutschland.
„Für einen Großteil der Menschen, die innerhalb der nächsten Jahre in Rente gehen, wird das Wohnen zum Problem. Sie werden sich ihre jetzige Wohnung einfach nicht mehr leisten können“, sagt Matthias Günther, der die Untersuchung beim Pestel-Institut geleitet hat.
So werden im Jahr 2020 mehr als 930.000 Rentner in Deutschland auf die staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen sein. Ihre Zahl würde damit noch in diesem Jahrzehnt dramatisch steigen – um mehr als 125 Prozent. Jeder zwanzigste Rentner müsste dann vom sozialen Netz aufgefangen werden. Tendenz steigend.
Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier.
Zur EnEV-Studie von Prognos ...
Studie zeigt: Wohnungsmarkt in Berlin hat Nachholbedarf
Energiespar-Effekt durch Gebäudesanierung in Berlin: 251 Liter Heizöl pro Kopf
12.100 neue Dauerarbeitsplätze bei 36,4 Mrd. Euro Bau-Investitionen
Den Gebäudebestand in Berlin auf den „Energie-Prüfstand“ gehievt: Erstmals hat jetzt eine Studie das Energiespar-Potenzial für den Wohnungsmarkt in Berlin ermittelt. Die Wissenschaftler kommen zu dem Ergebnis, dass sich pro Jahr mehr als 8.652.000 Megawattstunden an Energie sparen lassen, wenn alle Altbauten in Berlin auf das Energieniveau eines Neubaus gebracht werden. Umgerechnet auf die Einwohner in Berlin würde dies einer jährlichen Einsparung von 251 Litern Heizöl pro Kopf entsprechen.
Verbände fordern Nachbesserungen zum Energiekonzept
Energetische Gebäudesanierung bringt Investitionsschub von 900 Mrd. Euro
Verbände der Bau- und Immobilienbranche haben Nachbesserungen beim Energiekonzept der Bundesregierung gefordert, das in der kommenden Woche im Bundestag verabschiedet werden soll. Mit dem vorliegenden Gesetzespaket zur Energiewende sei die angestrebte Verdopplung der Sanierungsquote bei Gebäuden nicht zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse die Bundesregierung ein deutlich stärkeres Gewicht auf das energiesparende Planen, Bauen und Sanieren legen, fordern 26 Verbände, die sich in der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossen haben.
Dabei biete gerade der Wohnungsbau in Deutschland ein „enormes Potenzial beim Energiesparen“: Wenn der Wohnungsbestand, der bis zum Ende der 70er-Jahre gebaut worden ist, energetisch saniert und auf das Energieniveau eines Neubaus gebracht wird, dann lassen sich dadurch 212 Millionen Megawattstunden Energie pro Jahr einsparen, heißt es in einem Positionspapier, das die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ heute in Berlin vorgelegt hat.
Die Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ mit seinen derzeit 29 Mitgliedern unterstützt gemeinsam mit 31 weiteren Verbänden und Organisationen den „Pakt für Klimaschutz“.
Den vollständigen Text herunterladen (PDF 1,3 MB)
Deutschland baut zu wenig Wohnungen. Laut einer Branchenstudie des Eduard Pestel Instituts müssen mehr Wohnungen gebaut werden, um die Anpassung an die demografischen Entwicklungen und an die Herausforderungen durch den Klimawandel zu meistern. Wohnraumknappheit für Familien und junge Singles, das Fehlen von geeigneten Wohnungen für Senioren, Probleme beim Erreichen der Klimaschutzziele: Diese Probleme sind hausgemacht, lassen sich aber durch verbesserte Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau lösen.
Studien und Analysen zum Wohnungbau und -bedarf finden Sie hier
Für bessere politische Rahmenbedingungen im Wohnungsbau wurde von der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau und dem Bundesverband des Deutschen Baustoff-Fachhandels die Kampagne Impulse für den Wohnungsbau ins Leben gerufen. Weitere Untersützer der Kampagen sind der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ZDB, die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt IG BAU, der Deutsche Mieterbund DMB und der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Ziel der Kampagne ist es, die politischen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau so zu verbessern, dass genügend und geeigneter Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.
Bereits im Jahr 2004 wurde das Verbändenetzwerk Aktion Impulse für den Wohnungsbau ins Leben gerufen. Neben den Unterstützern der Kampagne gehören der Aktion Impulse für den Wohnungsbau weitere 21 bundesweit tätigen Verbände und Kammern der Immobilien- und Bauwirtschaft an. Die Koordination des Verbändenetzwerkes erfolgt durch die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau.