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10-Punkte-Katalog für den bezahlbaren Wohnungsbau 2018

Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten wird zunehmend zum sozialen Prob-lem: Immer mehr Menschen können sich hier keine Wohnung mehr leisten. Zwar hat die Politik in der vergangenen Legislaturperiode eine Wohnungsbau-Offensive mit konstruktiven Vorschlä-gen zur Ankurbelung der Bautätigkeit gestartet. Allerdings ist dringend eine weitere Forcierung der Bemühungen notwendig. Nach wie vor wird zu wenig gebaut. Mieten und Immobilienpreise steigen in vielen Regionen weiter rasant an.

 

10-Punkte-Katalog (Kurzfassung):

1. Der Bund soll auch nach 2019 eine entscheidende Mitverantwortung für den
sozialen Wohnungsbau tragen.
2. Der soziale Wohnungsbau soll ausgeweitet werden – auf den Bau von jährlich
mindestens 80.000 zusätzlichen Sozialmietwohnungen.
3. Die steuerliche Normalabschreibung beim Mietwohnungsbau soll erhöht
werden (AfA von 2 auf 3 Prozent). Zusätzlich soll es eine – regional und zeitlich
begrenzte – Sonderabschreibung für den Neubau bezahlbarer Mietwohnungen
in Verbindung mit regionalen Mietobergrenzen geben – sowie alternativ dazu
ein Zuschussprogramm.
4. Es soll eine effiziente Bereitstellung von öffentlichen Flächen als preisgünstiges
Bauland geben.
5. Das Bauen soll durch baurechtliche Vereinfachungen sowie durch Abschaffung
bestehender und Vermeidung neuer staatlicher Auflagen (kostentreibende
Verschärfungen von Gesetzen und Normen) kostengünstiger werden.
6. Baugenehmigungsverfahren sollen beschleunigt werden.
7. Insbesondere im städtischen Bereich soll der Wohnungsbau durch eine
intensivere Verdichtung mehr Potenziale bekommen und nutzen können.
8. Die steuerliche Förderung der energetischen und altersgerechten Sanierung
soll verbessert und um eine neue Förderung für den Ersatzneubaus ergänzt
werden.
9. Die Bildung von Wohneigentum soll durch die Stärkung des Neubaus dauerhaft
selbstgenutzter Wohngebäude unterstützt werden. Hier soll es die Einführung
einer wirksamen Freigrenze für die Grunderwerbsteuer geben. Ebenso
Zuschüsse, Bürgschaften bzw. langfristige zinsgünstige Baufinanzierungen.
10. Die Umsetzung der Energiewende soll sozial erfolgen und den Gebäudebereich
nicht über Gebühr belasten.

Hier das Positionspapier