Interner Bereich
Verbesserte steuerliche Abschreibungen als Anreiz für Investitionen notwendig
Berlin, 11. November 2008 – Die Bundesregierung hat mit ihrem Wachstumspaket die Weichen für mehr Investitionen im Wohnungsbau in zwei wichtigen Punkten richtig gestellt, aber den Neubau von Wohnungen nicht berücksichtigt. Mit der verabschiedeten Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen und der Sicherung des geplanten KfW-Förderprogramms für seniorengerechtes Wohnen werden vor allem Investitionen in Modernisierungen gefördert. Neubau und nachhaltiger Wohnungsbau, der immer auch den Ersatz von bestehenden durch neue Wohnbauten einschließt, werden weiter vernachlässigt. Das entscheidende Hemmnis für mehr Investitionen hier liegt in der zu geringen linearen steuerlichen Abschreibung von jährlich 2 %.
„2008 werden erstmals weniger als 200.000 neue Wohnungen fertig gestellt. Um dem drohenden Mangel an bezahlbaren und hochwertigen Wohnungen zu begegnen, sind die Maßnahmen der Bundesregierung nur ein erster Schritt“, sagt Dr. Hans-Georg Leuck, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau. „Jetzt muss die Politik wei-tergehen und mit dem nächsten Schritt den Bau von neuen Wohnungen aus seinem historischen Tiefstand holen. Dafür ist es notwendig, die steuerliche Abschreibung im Wohnungsneubau auf mindestens vier Prozent zu verdoppeln. Bundestag und Bundesrat müssen nicht nur den Vorschlägen der Bundesregierung bei den Handwerkerleistungen und der KfW-Förderung für seniorengerechtes Wohnen zustimmen sondern endlich auch die Höhe der Abschreibung anpacken.“
Die dringend benötigten Investitionen in den Wohnungsneubau würden auch der Wirtschaft in Deutschland wichtige Impulse geben. „Der Wohnungsbau ist nach wie vor eine der wichtigsten Branchen in Deutschland“ sagt Dr. Ronald Rast, Geschäftsführer der DGfM. „Staatliche Förderung in Höhe von einer Milliarde Euro aktiviert erfahrungsgemäß private Folgeinvestitionen in Höhe von acht Milliarden. Dieses wirtschaftliche Potenzial darf die Bundesregierung nicht ungenutzt lassen!“
Im Einzelnen fordert die DGfM in ihrem 5-Punkte-Programm für mehr Wohnungsbau: