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Konjunkturmotor Wohnungsbau starten

Bau- und Immobilienwirtschaft fordern Investitionen für Arbeitsplätze und Klimaschutz

Berlin, 11. Dezember 2008 – „Das aktuelle Konjunkturpaket der Bundesregierung ist nur ein erster Schritt zur wirtschaftlichen Erholung. Eine nachhaltige und dauerhafte Steigerung der Konjunktur ist nur möglich, wenn auch der Konjunkturmotor Wohnungsbau anspringt“, erläuterte Max Schierer, Vorstandsmitglied des Gesprächskreises im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. am 11. Dezember in Berlin. Investitionen in den Wohnungsbau stützen aber nicht nur die Konjunktur, sondern gehen auch die Herausforderungen von morgen an: den Klimawandel und die Alterung der Gesellschaft. Neugebaute Wohnungen erfüllen die höchsten Standards an Energieeffizienz und ermöglichen Senioren ein würdiges und selbstständiges Leben in der eigenen Wohnung. Gleichzeitig wird damit der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen in Ballungsräumen für Familien und Menschen mit geringem Einkommen gedeckt.

„Wir fordern die Politik auf, die Rahmenbedingungen für mehr Wohnungsbau zu verbessern und so wichtige Impulse für die Konjunktur und die Zukunft des Wohnens in Deutschland zu setzen. Dazu gehört auch, dass neue Gesetze und Verordnungen wie die angedachte Novellierung der Energieeinsparverordnung das Bauen nicht weiter verteuern oder verkomplizieren.“, so Dr. Hans-Georg Leuck, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. „Jeder in den Baubereich investierte Euro des Bundes schafft achtmal höhere Folgeinvestitionen. Jede investierte Milliarde bedeutet bis zu 25.000 gesicherte Arbeitsplätze.“

Um die Wirtschaft in Fahrt zu bringen, fordern die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau und der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel folgende zusätzliche Konjunkturmaßnahmen:

  • Bessere steuerliche Abschreibungsbedingungen für Wohnimmobilien:
    Damit sich Investitionen in Wohnungsbauten wieder lohnen und Arbeitsplätze im Bau geschaffen werden, müssen die steuerlichen Abschreibungen auf Immobilien von derzeit 2 Prozent auf mindestens 4 Prozent linear erhöht werden.
  • Erweiterung der KfW-Förderung:
    Die KfW-Förderprogramme für seniorengerechtes Wohnen und die CO2-Gebäudesanierung müssen finanziell aufgestockt werden, um qualitativ hochwertiges und nachhaltiges Bauen zu ermöglichen. Außerdem ist die Förderung des Bestandsersatzes notwendig, wenn eine Vollsanierung ineffizienter wäre.
  • Ergänzung der Steuerermäßigung für Bauleistungen:
    Eine Ermäßigung auf Handwerkerleistungen für den Neubau von selbst genutztem Wohnraum in Erweiterung des Paragrafen 35 a Einkommenssteuergesetz fördert kurzfristig Investitionen von Bauherren und Wohnungsbesitzern.

Weitere Informationen zu den Forderungen der Bau- und Immobilienwirtschaft finden Sie auf der Website der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau: www.dgfm.de



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