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Gebäudesanierung: Hausbesitzer brauchen Verlässlichkeit

Bundesregierung provoziert Stillstand bei CO2-Sanierung von Wohngebäuden

Berlin, 20. Januar 2012

Die IG BAU und der Deutsche Mieterbund haben gemeinsam mit Verbänden der Bau- und Immobilienbranche Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU) aufgefordert, seine Zusage* zu halten, in diesem und in den kommenden Jahren jeweils 1,5 Milliarden Euro an KfW-Fördermitteln für die energetische Gebäudesanierung zur Verfügung zu stellen. Die in der Kampagne „Impulse für den Wohnungsbau“ zusammengeschlossenen Verbände reagierten damit auf eine Bestätigung des Bundesfinanzministeriums, dass in diesem Jahr vorerst lediglich 900 Millionen Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitgestellt werden.

In einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage an die bau- und wohnungspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Daniela Wagner, hat die Bundesregierung jetzt erstmals eingeräumt, dass die zugesagte Förderung der CO2-Gebäudesanierung unsicher sei. Damit bestätigt sich die von der Kampagne frühzeitig geäußerte Sorge, dass die Finanzierung der energetischen Gebäudesanierung auf wackeligen Beinen steht. Die Bundesregierung nimmt den Hausbesitzern und der Wohnungswirtschaft damit das, was sie dringend brauchen: Verlässlichkeit. weiter

 

Impuls für Bauherren per „Steuer-Stellschraube“ – Staat profitiert

18. November 2011

Appell an die Länder: Weg frei für energetische Gebäudesanierung

IG BAU, Mieterbund und Bau-Branche appellieren an die Bundesländer und den Bund, den Weg für eine steuerliche Förderung der energetischen Gebäudesanierung freizumachen. Das monatelange Tauziehen müsse auf der Sitzung des Vermittlungsausschusses am kommenden Dienstag beendet werden. „Hauseigentümer, die auf das Energiesparen setzen und bauen bzw. sanieren wollen, brauchen endlich Sicherheit“, sagt Dr. Ronald Rast von der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“, in der sich die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), der Deutsche Mieterbund (DMB), der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) und die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) zusammengeschlossen haben.

Verbesserte steuerliche Förderbedingungen schafften für Eigentümer die dringend benötigten Anreize für energetische Modernisierungen. Mieter müssten dann weniger für Heizkosten und für die Modernisierungsmaßnahmen zahlen, wenn die steuerliche Förderung bei der Berechnung der Modernisierungskosten berücksichtigt würden. „Wenn die Länder in einem ersten Schritt die energetische Gebäudesanierung über steuerliche Anreize attraktiver machen, werden sie unterm Strich dabei sogar profitieren“, so Rast. Die Länder scheuten derzeit Steuernachlässe, weil sie ihren Blick einseitig auf die Mindereinnahmen richteten. Sie ließen dabei völlig außer Acht, dass diese durch Mehreinnahmen bei der Steuer und den Sozialabgaben mehr als kompensiert würden. „Bei den Bundesländern bleibt genauso wie beim Bund ein dickes Plus hängen, wenn private Bauherren oder Immobiliengesellschaften in den Wohnungsbau in Deutschland investieren“, sagt Rast als Sprecher der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“.

Bei einer Energiespar-Sanierung, die 50.000 Euro kostet, nimmt der Staat bereits heute nahezu 12.000 Euro an Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag ein. Hinzu kommen noch einmal rund 15.000 Euro an Sozialabgaben. Das hat das Pestel-Institut in Hannover im Auftrag der Wohnungsbau-Initiative berechnet.

„Wenn der Vermittlungsausschuss in der kommenden Woche höhere steuerliche Anreize für die energetische Gebäudesanierung beschließt, kann dies nur ein Zwischenschritt sein. Was wir brauchen, sind insgesamt deutlich verbesserte steuerliche Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau in Deutschland“, sagt Ronald Rast. Dabei setze die Branche insbesondere auch auf die Bundesländer – und damit auf eine entsprechende Bundesratsinitiative. Diese müsse eine Verdoppelung der linearen Abschreibung von derzeit 2 auf künftig 4 Prozent für die Erstellung von Wohnbauten zum Ziel haben.

Als Alternative dazu spricht sich die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“ für die Einführung einer „Klimaschutz- und Demografie-AfA“ von jährlich 8 Prozent in den ersten 8 Jahren bei energetischem und altersgerechtem Neubau aus. „Dies kommt insbesondere Bauherren zu Gute, die eine vergleichsweise rasche Nutzung der Steuervorteile suchen. Dazu gehören zum Beispiel private Bauherren, die in den letzten Berufsjahren ihre Wohnung oder ihr Haus nochmals seniorengerecht und energetisch umbauen bzw. sanieren wollen“, so Rast. Zwischen beiden Modellen – der linearen 4-Prozent-AfA und der „Klimaschutz- und Demografie-AfA“ von 8 Prozent auf 8 Jahre solle jeder Bauherr frei wählen können. Dies werde dem Wohnungsbau in Deutschland den dringend notwendigen Impuls geben.

Hinweis für die Redaktion

Für Rück- und Interviewanfragen steht Ihnen die Pressestelle der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“ zur Verfügung:

* Linda Bidner
* Telefon:    030 / 28 87 99 93
* Fax:    030 / 28 87 99 55
* E-Mail: wohnungsbau@presse-themen.de

PRESSEMITTEILUNG

 

Baukosten-Analyse: Öffentliche Kassen profitieren

Grafik: Pestel-Institut

7. November 2011

Pro „Bau-Euro“ landen 51 Cent beim Staat

Von jedem Euro, der beim Hausbau investiert wird, fließen 51 Cent an Steuern und Sozialabgaben an den Staat. Das geht aus einer Baukosten-Analyse hervor, die das Pestel-Institut in Hannover gemacht hat. Die öffentlichen Kassen profitieren demnach in erheblichem Maße vom Wohnungsbau – weit mehr sogar, als sie in dessen Förderung investieren. Vor diesem Hintergrund fordern die Bau-Gewerkschaft, der Deutsche Mieterbund und die Baustoff-Branche vom Bund, den Wohnungsbau stärker als bisher anzukurbeln. Hierzu seien mehr KfW-Fördermittel und eine deutlich bessere steuerliche Abschreibung notwendig. Die Weichen dafür müssten am kommenden Mittwoch und Donnerstag auf den Bereinigungssitzungen des Haushaltsausschusses in Berlin für das kommende Jahr gestellt werden.

Nach den Berechnungen des Pestel-Instituts führt der Neubau eines Einfamilienhauses in Höhe von 200.000 Euro Baukosten zu Steuereinnahmen von fast 47.000 Euro (32.000 Euro Mehrwertsteuer sowie gut 14.600 Euro Lohnsteuer und Soli). Zudem fließen nahezu 55.500 Euro über die Bauunternehmen und deren Arbeitnehmer in die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Unfall- und Pflegeversicherungen. „Damit landen mehr als die Hälfte der Neubaukosten über Steuern und Sozialabgaben in öffentlichen Kassen“, so Matthias Günther, der die Berechnungen beim Pestel-Institut geleitet hat. Der Staat gehört damit zu den „Gewinnern beim Hausbau“.

Ähnlich sehe es auch bei der CO2-Gebäudesanierung aus: Bei einer Energiespar-Sanierung, die 50.000 Euro kostet, nimmt der Staat nahezu 12.000 Euro an Mehrwertsteuer, Lohnsteuer und Solidaritätszuschlag ein, so die Berechnung des Pestel-Instituts. Hinzu kämen noch einmal rund 15.000 Euro an Sozialabgaben. Dem stehe lediglich eine maximale Summe von 6.000 Euro gegenüber, mit der der Staat diese energetische Gebäudesanierung über KfW-Programme und Steuerabschreibung fördere. Fazit: „Unterm Strich bleibt immer dann ein dickes Plus für Vater Staat, wenn private Bauherren oder Immobiliengesellschaften in den Wohnungsbau in Deutschland investieren“, so Günther.

Die Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“, in deren Auftrag das Pestel-Institut die Baukosten-Analyse gemacht hat, fordert daher vom Bund und von den Ländern mehr Anreize für Bauherren und Hauseigentümer. „Für den Staat ist jeder Handschlag, der auf einer Baustelle gemacht wird, ein Gewinn. Für jeden Finanzpolitiker ist es daher eine einfache Rechnung: Der Staat kann nur gewinnen, wenn er den Wohnungsbau in Deutschland belebt“, sagt Dr. Ronald Rast von der Initiative „Impulse für den Wohnungsbau“. mehr

Hinweise für die Redaktion
Die Grafik zur Baukosten-Analyse können Sie frei verwenden. Um den Zusatz „Grafik: Pestel-Institut“ wird gebeten.

 

Deutschland braucht Senioren-Wohnungen - 2020 leben 930.000 Rentner von Grundsicherung

4. November 2011

Aktuelle Untersuchung des Pestel-Instituts zum Wohnen im Alter

Die Wohnsituation für Senioren wird sich in den kommenden Jahren bundesweit dramatisch verschlechtern. Immer mehr Ältere drohen vom Wohnungsmarkt „abgekoppelt“ zu werden. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Pestel-Instituts in Hannover. Grund seien eine zunehmende Altersarmut sowie ein viel zu geringer Bestand an altersgerechten und bezahlbaren Wohnungen in Deutschland.

„Für einen Großteil der Menschen, die innerhalb der nächsten Jahre in Rente gehen, wird das Wohnen zum Problem. Sie werden sich ihre jetzige Wohnung einfach nicht mehr leisten können“, sagt Matthias Günther, der die Untersuchung beim Pestel-Institut geleitet hat.

So werden im Jahr 2020 mehr als 930.000 Rentner in Deutschland auf die staatliche Grundsicherung im Alter angewiesen sein. Ihre Zahl würde damit noch in diesem Jahrzehnt dramatisch steigen – um mehr als 125 Prozent. Jeder zwanzigste Rentner müsste dann vom sozialen Netz aufgefangen werden. Tendenz steigend. mehr
 




 

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  • Prognos-Studie analysiert die Folgen einer anhaltenden Wohnungsbaulücke für die Regionen Deutschlands Berlin, 17. März 2010 – Das Aufeinandertreffen von fehlenden Wohnungen, steigenden Mieten und geringen Einkommen bedroht die wirtschaftliche Existenz der kommenden Rentnergeneration und die der jungen Erwachsenen besonders dramatisch. Die aktuelle Studie der Prognos-AG „Wohnungsmangel in Deutschland – Auswirkungen und Ansätze zur Überwindung“ prognostiziert für das Jahr 2025 für rund die Hälfte…

     
  • Berlin, 25. Februar 2010 - Bundesbauminister Peter Ramsauer muss seine Wohnungsbaupolitik besser als bisher auf die gesellschaftlichen Herausforderungen Demografie und Klimaschutz ausrichten. Der Diagnose des Ministers, Wohnen sei ein Grundbedürfnis aller Bürgerinnen und Bürger, stimmt die Kampagne Impulse für den Wohnungsbau unumschränkt zu. Um ausreichend energieeffizienten und altersgerechten Wohnraum bereitzustellen, sollte aber mehr geschehen, als das CO2-Gebäudesanierungsprogramm…

     
  • Berlin, 17. Februar 2010 – Die Deutschen wünschen sich mehr staatliche Unterstützung, um den Traum vom Eigenheim verwirklichen zu können. Eine verstärkte Wohnbauförderung wäre dabei vor allem Familienförderung. 1,5 Millionen Mieter in Deutschland, vor allem aus Mittel- und Großstädten, planen derzeit, in den kommenden zwei bis drei Jahren Wohneigentum zu erwerben. Mehr als 78 Prozent der Kauf- und Bauwilligen sind junge Familien und Paare unter 45 Jahre, bei denen die vorhandenen Spareinlagen…

     
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  • Wer Abwrackprämien für Gebrauchtwagen ernsthaft diskutiert sollte auch über nachhaltige Abriss-Neubau-Konzepte für überalterte Wohnbauten nachdenken Berlin, 7. Januar 2009 – Der Wohnraum in deutschen Ballungsgebieten wird bereits wieder knapp und die Mieten steigen, weil zu wenig gebaut wird. Anders als zeitlich begrenzte Abwrackprämien für Altautos fördern Investitionen in den Wohnungsbau die Konjunktur nachhaltig und langfristig. „Eine Milliarde Euro sichern 20.000 bis 25.000 Arbeitsplätze und…

     
  • Baustoffindustrie und Fachhandel lehnen eine erneute kurzfristige Änderung des EEWärmeG durch den Bund ab Berlin, 17. Dezember 2008 – Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) warnt einmal mehr vor einer erneuten und kurzfristigen Änderung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmeG), das in der jetzigen Form zum 1. Januar 2009 in Kraft treten soll. Die Bundesregierung will damit die bisherige Ablehnung der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) durch den Bundesrat ausgleichen. Für…

     
  • Bau- und Immobilienwirtschaft fordern Investitionen für Arbeitsplätze und Klimaschutz Berlin, 11. Dezember 2008 – „Das aktuelle Konjunkturpaket der Bundesregierung ist nur ein erster Schritt zur wirtschaftlichen Erholung. Eine nachhaltige und dauerhafte Steigerung der Konjunktur ist nur möglich, wenn auch der Konjunkturmotor Wohnungsbau anspringt“, erläuterte Max Schierer, Vorstandsmitglied des Gesprächskreises im Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. am 11. Dezember in Berlin.…

     
  • Politik und Wohnraumknappheit im Fokus Berlin, 4. Dezember 2008 – Auf dem Deutschen Mauerwerkskongress am 24. September 2009 in Dresden werden wenige Tage vor der Bundestagswahl Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Trends und Entwicklungen des Wohnungsbaus in Deutschland diskutieren. Die bereits spürbare Knappheit von bezahlbarem Wohnraum in Ballungsgebieten - ausgelöst durch einen historischen Tiefstand bei Neubauten - macht eine Trendwende zu mehr Wohnungsbau dringend notwendig.…

     
  • Verbesserte steuerliche Abschreibungen als Anreiz für Investitionen notwendig Berlin, 11. November 2008 – Die Bundesregierung hat mit ihrem Wachstumspaket die Weichen für mehr Investitionen im Wohnungsbau in zwei wichtigen Punkten richtig gestellt, aber den Neubau von Wohnungen nicht berücksichtigt. Mit der verabschiedeten Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen und der Sicherung des geplanten KfW-Förderprogramms für seniorengerechtes Wohnen werden vor allem Investitionen in Modernisierungen…

     
  • Mehr Wohnungsbau für Wachstum und Arbeit Berlin, 3. November 2008 – Der Wohnungsbau ist eine der wichtigsten Branchen in Deutschland und die Erfahrung zeigt: geht es dem Bau schlecht, dann geht es der Wirt-schaft schlecht. Investitionen in den Wohnungsbau sind deshalb das politische Gebot für die Beratungen der Bundesregierung über das Wachstumspaket am 5. November. Sie schaffen Arbeitsplätze und Wachstum in Deutschland. Gleichzeitig werden so ohnehin notwendige Investitionen in mehr…

     
  • Im privaten Wohnungsbau droht Kostenexplosion Mauerwerksbau kündigt DGNB-Mitgliedschaft Berlin, 23. Oktober 2008 – Das im August 2008 vorgestellte „Deutsche Gütesiegel Nachhaltiges Bauen“ wird sein Ziel verfehlen und nachhaltiges Bauen bei Anwendung auf Wohnungs- und Bestandsbauten nicht fördern, sondern verhindern. Da die Kriterien des Gütesiegels für eine positive Bewertung der Nachhaltigkeit deutlich über dem gängigen Stand der Technik liegen, würden die Baukosten drastisch erhöht.…