Interner Bereich
Die Studie beschreibt volkswirtschaftliche und steuerliche Auswirkungen bei Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für Wohnungsbauten.
Dabei wird auf der Basis statistischer Durchschnittswerte zunächst der Geldfluss bei der Durchführung eines Bauvorhabens von einem mittleren Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen dargestellt. In einem zweiten Arbeitsschritt wurde berechnet, wie viele Wohnungen angeregt durch die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung zusätzlich erstellt werden müssen, um den Steuerausfall bei den „Ohnehin-Bauten“ bereits im 1.Steuerjahr auszugleichen.
Bei der Erstellung eines mittleren Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen fließen -
Bezogen auf die gesamten Investitionskosten (1.874.000 €) - bereits im Jahr der Erstellung
rund 20 Prozent als Steuern (394.000 €) und weitere 26 Prozent als Sozialabgaben
(518.000 €) in den Staatshaushalt zurück. Erst danach tritt eine verminderte Steuereinnahme
durch erhöhte Abschreibung ein. Zu diesem Zeitpunkt hat der Staatshaushalt aber unterjährig
bereits ein Vielfaches an Steuer- und Sozialabgaben eingenommen.
Die Berechnung eines Breakevens für die öffentlichen Haushalte geschieht in Abhängigkeit vom Steuersatz der Investoren. Hier ergibt sich bei Berücksichtigung der Einnahmen aus Steuern und Sozialabgaben eine Bandbreite von gut 4.600 bis knapp 7.300 Wohnungen bundesweit, die zusätzlich gebaut werden müssen. Der zusätzliche Bau dieser Wohnungen ist bei Wiedereinführung der degressiven Abschreibung absolut plausibel, weil damit eine spürbare Verbesserung der steuerlichen Anreize für Investoren gegeben wird und die aktuelle Neubautätigkeit seit 2007 weder dem Bedarf noch der Nachfrage entspricht.
Die Untersuchung der Prognos AG geht zwei zentralen Fragestellungen nach. Welche Maßnahmen sind zur Schließung der Wohnraumlücke besonders geeignet? Mit welchen Folgen ist zu rechnen, wenn es nicht gelingt, die Wohnraumlücke zu schließen?
Die Prognos AG hat hierzu die Einstellungen der privaten Investoren/ Bauherren in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie Allensbach ermittelt und institutionelle Investoren (Bauträger in den Bereichen Mietwohnungsbau oder Eigenheimbau) in qualitativen, leitfadengestützten Interviews befragt.
Zur Abschätzung der Folgen bei Fortbestehen der Wohnraumlücke wurden die prognostizierten Wohnungsbedarfszahlen mit einer Prognose der Einkommensverteilung verknüpft. Die Daten werden in der Studie auf der Ebene der 97 deutschen Raumordnungsregionen ROR ausgewiesen.
Zentrale Ergebnisse:
Download der Zusammenfassung der Studie und der poltitschen Forderungen der Kampagne
In seiner dritten Studie zum übergreifenden Thema Wohnungsbau beschäftigt sich das Eduard Pestel Institut mit den sozialen Auswirkungen der geringen Bautätigkeit. Untersucht wird nicht nur die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus, sondern auch die Auswirkungen die sich durch den demografischen Wandel ergeben. Von besonderem Intersesse ist hierbei die Entwicklung des Rentenniveaus und die steigende Belastung für die Pflegeversicherung.
Eines der zentralen Ergebnisse ist die Berechnung möglicher Einspareffekte für die Pfelgeversicherung, die sich durch eine Ausweitung des Baus von altersgerechten Wohnungen ergibt: Unter der Annahme, dass sich mit der Ausweitung des Angebots an barrierearmen Wohnungen die Quote der stationär zu Pflegenden um fünf Prozentpunkte absenken lässt, ergeben sich für das Jahr 2025 Einspareffekte in Höhe von 2,9 Milliarden Euro.
Beauftragt wurde die Studie vonden drei Verbänden Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. (DGfM) und dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V.
Das Eduard-Pestel-Institut hat im Auftrag der drei Verbände Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. (DGfM) und dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. berechnet, wie sich eine erhöhte Wohnungsbautätigkeit auf den Arbeitsmarkt und die öffentlichen Haushalte auswirken würde.
Die Studie zeigt, wie bedeutsam der Wohnungsbau für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist. Würde die Bautätigkeit auf 400.000 neu gebaute Wohnungen pro Jahr steigene - das entspricht dem tatsächlich benötigtem Bedarf - könnten 745.000 Menschen zusätzlich Beschäftigung finden. Die öffentlichen Haushalte würden Mehreinnahmen von rund 20 Milliarden Euro verzeichnen.
Die vollständige Studie des Pestel Instituts finden Sie hier:
Das Eduard-Pestel-Institut hat im Auftrag von drei Verbänden der Bau- und Immobilienwirtschaft: dem Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel e.V. (BDB), der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. (DGfM) und dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. den Wohnungsbedarf in Deutschland bis zum Jahr 2025 evaluiert.
Basis der Auswertung ist die Datenbank Genesis der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder sowie Experteninterviews mit Architekten, Bauingenieuren sowie Geschäftsführern und Vorständen von Wohnungsunternehmen.
Die aktuelle Studie des Pestel Instituts belegt eindrucksvoll, dass in Deutschland dringend mehr und angemessene Wohnungen gebaut werden müssen.
Weitere Informationen dazu: