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Positionspapier der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“ zur Förderung des energieeffizienten Wohnungsbaus in Deutschland

Positionspapier der Aktion „Impulse für den Wohnungsbau“
zur Förderung des energieeffizienten Wohnungsbaus in Deutschland


Die unmittelbar vor der politischen Sommerpause durch das Kabinett und den Bundesrat getroffenen Entscheidungen stoßen bei den Verbänden der Planer, der Bau- und Immobilienwirtschaft, der IG Bauen-Agrar-Umwelt sowie dem Deutschen Mieterbund auf großes Unverständnis.

Da es unstrittig zusätzlicher Anreize zur energetischen Gebäudesanierung bedarf, um die anspruchsvollen Klimaschutzziele zu erreichen, hatte die Bundesregierung ein Gesetz zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden verabschiedet. Wieder sind es überwiegend haushalterische Überlegungen, diesmal zwischen Bund und Ländern, die den Ausschlag zur Ablehnung des Gesetzesentwurfes auf der letzten Sitzung des Bundesrates am 08.07.2011 gaben. Der Vermittlungsausschuss ist bis heute nicht angerufen worden.

Mit Verweis auf den Pakt für Klimaschutz fordern die unterzeichnenden Verbände der Planer, der Bau- und Wohnungswirtschaft sowie die IG Bauen-Agrar-Umwelt daher von Bundesregierung und Bundestag… Positionspapier

 

Aktuelle Forderungen zum Fachforum Wohnungsbau 2011

Anlässlich des Fachforums Wohnungsbau 2011 in Berlin hat die Kampagne "Impulse für den Wohnungsbau" ein aktuelles Forderungspapier zur Förderung des Wohnungsbaus vorgelegt  - unter dem Motto "Anreize gestalten und fördern statt kaputt sparen".

Download des aktuellen Forderungspapiers als PDF (96 KB)

 

Positionspapier zur Bauministerkonferenz

Zur Bauministerkonferenz am 10. und 11. Dezember 2009 legt die Kampagne Impulse für den Wohnungsbau ein Positionspapier zur Förderung des Wohnungsbaus vor. Das Positionspapier wird von Immobilienunternehmern und Mietern, Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen. Unterzeichner des Papiers sind:

  • IG Bauen-Agrar-Umwelt
  • Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
  • Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel
  • Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau
  • Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen 
  • Deutscher Mieterbund

 

Die zentralen Forderungen lauten: 

1. Wiedereinführung der degressiven Abschreibung für Wohngebäude
Verschiedene Beispielrechnungen  belegen die positiven Effekte einer erhöhten Absetzung für Abnutzung (AfA) für den Wohnungsbau, die öffentlichen Haushalte sowie die Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen.


2. Gleichstellung der Förderung von Sanierung und Neubau/Bestandsersatz in den KfW-Programmen
Die derzeitige Förderstruktur begünstigt einzelwirtschaftliche Entscheidungen „pro Sanierung“. Dies führt zu volkswirtschaftlich suboptimalen Ergebnissen, denn sinnvoll ist die gleichzeitige energetische und altersgerechte Anpassung. Bei einigen Gebäudetypen ist unter diesen Voraussetzungen Abriss und Neubau die wirtschaftlichste Variante. Zudem lassen sich die neuen Anforderungen der EU an den Gebäudesektor am besten erreichen, indem Gebäude, die besonders viel Energie benötigen, durch neue ersetzt werden. Die notwendige Anpassung der Förderkriterien kann durch Verordnungen geregelt werden.


3. Aufstockung des KfW-Programms für „Altersgerechtes Bauen“ und Erweiterung auf Neubau/Bestandsersatz
Die bereits im Koalitionsvertrag angekündigte Weiterentwicklung des KfW-Programms muss zügig umgesetzt werden. Das Fördervolumen sollte zukünftig auch Maßnahmen des Bestandsersatzes umfassen und im Jahr 2010 auf zunächst 300 Mio. Euro sowie im Lauf der Legislaturperiode auf 750 Mio. Euro pro Jahr ausgeweitet werden.

 

Download des Positionspapiers als PDF-Datei  (186 kB)
Download der Pressemitteilung zur Bauministerkonferenz als PDF-Datei (125 kB) 

 

Politische Forderungen

Deutschland baut zu wenig Wohnungen. 2008 wurde der niedrigste Stand an Baugenehmigungen nach Ende des Krieges erreicht.
Dieser historische Tiefstand ist eine Folge der Baupolitik der Bundesregierung, die in den vergangenen Jahren die Rahmenbedingungen für den Neubau von Wohnungen verschlechtert hat.

Um dem Wohnungsmangel zu begegnen und Senioren und Familien ein bezahlbares, selbstständiges und den Bedürfnissen entsprechendes Wohnen zu ermöglichen, müssen private Investitionen in den Wohnungsbau gefördert werden und die Attraktivität von Wohnraum als Anlageform gestärkt werden.

Dazu schlägt die Kampagne Impulse für den Wohnungsbau folgende konkrete Maßnahmen vor: