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In der aktuellen wirtschaftlichen Schwächephase kann der Wohnungsbau stimulierende Effekte auf die gesamte Wirtschaft ausüben. Seit jeher ist die Bauwirtschaft ein Motor, der die Konjunktur zum Laufen bringt und ihre Entwicklung stabilisiert. Der Vorteil von Investitionen in den Wohnungsbau: Die Leistungen können nicht ins Ausland verlagert werden, sondern werden direkt vor Ort erbracht.
Anzahl der Beschäftigten
Im Baugewerbe und der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft sind über 2, 5 Millionen Erwerbstätige beschäftigt. Das entspricht einem Anteil an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen in Deutschland von knapp 7 Prozent.
Beitrag zur Wirtschaftsleistung
Das Baugewerbe und die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft tragen maßgeblich zum Bruttoinlandsprodukt bei. Obwohl die Wohnungsbauaktivitäten von 1996 bis 2007 vor allem durch veränderte politische Rahmenbedingungen kontinuierlich rückläufig waren, hatte der Wohnbau zum Jahresende 2007 noch knapp 57 Prozent Anteil an allen Bauinvestitionen und war damit mit Abstand die größte Bausparte.
Freisetzung von privatem Kapital
Staatliche Investitionen in die Bauwirtschaft haben den Effekt, dass ein Vielfaches an privaten Geldern investiert wird. Es gilt die Faustregel, dass ein eingesetzter Euro aus staatlichen Mitteln weitere Mittel mit dem Faktor 8 freisetzt.
Bewertung Konjunkturprogramme
Zwar hat die Bundesregierung in ihren Konjunkturprogrammen einige Schritte unternommen, um die Bauwirtschaft zu fördern. Es ist aber nicht nachvollziehbar, dass dabei der Wohnungsbau als größter Bereich in der Bauwirtschaft ignoriert wird.
Alle Angaben zur Bedeutung der Bauwirtschaft und des Wohnungsbau beruhen auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.
Die Angaben zum Multiplikatoreffekt beziehen sich auf eine Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung).