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Termine und Veranstaltungen

 

Unter dem Titel „Wohnen mit Zukunft – wirtschaftlich investieren" lädt die Kampagne Impulse für den Wohnungsbau am 17. März 2010 zum Forum Wohnungsbau.


Das Forum Wohnungsbau 2010 findet statt

am Nachmittag des 17. März 2010 (13.00 bis 16.30 Uhr)

in den Räumen der KfW Bankengruppe in Berlin-Mitte (Behrenstraße 31, 10117 Berlin)


Geplanter Ablauf

ab 12:30 Uhr Eintreffen der Gäste

13:00 Uhr Eröffnung und Begrüßung
Stefan Thurn, Präsident Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel
Peter J. Zick, Direktor Produktentwicklung, Planung, Koordinierung KfW Privatkundenbank


13:15 Uhr Impulsvortrag zum Wohnungsbau
Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung


13:45 Uhr Diskussionsrunde I: Modernisieren und die Alten in die Heime? Zum Spannungsfeld von seniorengerechtem und energieeffizientem Bauen

Dr. Franz-Georg Rips, Präsident des Deutschen Mieterbundes
Walter Rasch, Senator a.D., Präsident des BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen
Ursula Kremer-Preiß, Kuratorium Deutscher Altershilfe


14:15 Uhr Vorstellung der Prognos Studie „Wohnungsmangel in Deutschland – Auswirkungen und Ansätze zur Überwindung“

Dr. Michael Böhmer, Prognos AG


14:30 Uhr Diskussionsrunde II: Wohnungen, Steuern, Arbeitsplätze? Konjunkturmotor endlich anwerfen?
Matthias Günther, Eduard Pestel Insitut
Dr. Hans-Georg Leuck, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau
Dr. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes


15:00 Uhr Kaffeepause


15:15 Uhr Politische Podiumsdiskussion: Wohnen heute und morgen – welchen Rahmen setzt die Politik?
Volkmar Vogel (CDU), Stellv. Vorsitzender des BT-Ausschusses für Verkehr, Bau, Stadtentwicklung (angefragt)
Sören Bartol, MdB, stellv. Sprecher der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau, Stadtentwicklung der SPD-Bundestagsfraktion
Daniela Wagner, Sprecherin für Wohnungspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen
Sebastian Körber, Sprecher für Baupolitik der FDP-Bundestagsfraktion
Heidrun Bluhm, wohnungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag


16.15 Uhr Zusammenfassung des Forums und Ausblick
Dr. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Baugewerbes


16.25 Uhr Empfang

Bitte melden Sie sich an per Antwortformular (PDF, 345 kB) oder per Email info@impulse-fuer-den-wohnungsbau.de

 

Während in Berlin die Gewinner der Bundestagswahl eine Koalitionsvertrag aushandeln, macht sich ein breites gesellschaftliches Bündnis für eine Wende in der Wohnungsbaupolitik stark. Mieter und Immobilienunternehmen, Verbände der Bauwirtschaft und Gewerkschaften fordern verbesserte Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau. Sie warnen vor einem Mangel an energieeffizientem und zukunftssicherem Wohnraum. Familien und Senioren, aber auch junge Menschen im Ausbildungsprozess sind davon in den Ballungsgebieten Deutschlands bereits heute betroffen.


Das Bündnis wird getragen von den Verbänden

  • IG Bauen-Agrar-Umwelt
  • Zentralverband des Deutschen Baugewerbes
  • Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel
  • Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau
  • Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen
  • Deutsche Mieterbund


Zentrale Forderungen an die neue Bundesregierung sind:

  • Erhöhung der Abschreibungsätze auf vermietete Wohngebäude
  • Gleichstellung der Förderung von Sanierung und Neubau/Bestandsersatz in den KfW-Programmen
  • KfW-Programmes für altersgerechtes Bauen


Die Wohnungsbautätigkeit liegt derzeit auf einem historisch niedrigen Niveau. Experten gehen davon aus, dass sich die Anzahl der neugebauten Wohnungen mehr als verdoppeln muss, damit ausreichend Wohnraum zur Verfügung steht.

 

Am 17. Juni 2009 veranstalteten der Sozialverband VdK, der Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB), die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM) und der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen das Forum Soziales und Zukunftssicheres Wohnen.

Die Diskussion in Räumen des Radialsystems V in Berlin drehte sich um einen Themenkomplex, der auf der einen Seite das unausweichliche Absenken der Rentenbeiträge, auf der anderen Seite den rapide steigenden Bedarf an barrierearmen Wohnungen beinhaltet.

 

Die zentralen Fragestellungen des Forums waren:

  • Welche Auswirkungen hat der Wohnungsmangel für die ältere Generation und für Familien?
  • Welche Schritte sollte die Politik unternehmen, damit das „Grundbedürfnis Wohnen“ sichergestellt bleibt?
  • Sind seniorengerechte Wohnungen teuer? Was muss getan werden, damit mehr von diesen Wohnungen gebaut werden?
  • Welche Auswirkungen haben das künftige Rentenniveau und die Altersarmut auf die Wohnraumversorgung älterer und einkommensschwacher Haushalte?


Matthias Günther vom Eduard Pestel Institut Hannover stellte in seinem Referat die Ergebnisse der Studien „Wirtschaftliche Auswirkungen des Wohnungsneubaus in Deutschland“ und „Sozialpolitische Implikationen geringer Wohnungsbautätigkeit“ vor und gab der Diskussion damit den Rahmen und die wissenschaftliche Zahlenbasis.
Schon zuvor hatte der Generalsekretär der SPD Hubertus Heil zehn Thesen zum Thema Soziale Sicherung und Wohnungsbau in die Diskussion gebracht.

 

Ulrich Schmidt, Vizepräsident des VdK  Deutschland bereicherte die Debatte um konkrete Beispiele von Altersarmut, die sich auch in der Frage widerspiegeln, welche Wohnung man sich im Alter leisten kann.
Dr. Hans Georg Leuck, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V., stellt die Kosten bei der Sanierung und Modernisierung von Beständen, den Kosten eines kompletten, altersgerecht gestalteten Neubau gegenüber. Er hob hervor, dass bei manchen Beständen die Sanierung und Modernisierung um bis zu 25% teurer als Abriss und Neubau ist.


 

Den Abschluss des Forums Soziales und Zukunftssicheres Wohnen bildete die politische Podiumsdiskussion zum Thema „Steigende Mieten, stagnierende Renten – Was tut die Politik gegen die zunehmende Altersarmut?“. Die Bundestagsabgeordneten Gero Storjohann (CDU), Dr. Heinrich Kolb (FDP), Petra Weis (SPD) und der Bundesgeschäftsführer des BFW Alexander Rychter diskutierten die Handlungs- und Verbesserungsmöglichkeiten von Bund und Ländern zur Belebung des Wohnungsbaus und die unterschiedlichen Positionen der Parteien.
Petra Weis (SPD) erklärte, dass durch den demographischen Wandel das altengerechte Wohnen kein neues Thema sei. Das Ziel müsse sein, generationengerecht und barrierefrei zu bauen, damit jeder sein Leben problemlos in seiner Wohnung verbringen kann. Sie verwies darauf, dass durch die KfW-Förderprogramme bereits ein wichtiges Finanzmittel zur Förderung besteht, die Steuerpolitik in der nächsten Legislaturperiode aber noch verändert werden muss.


Dr. Heinrich Kolb (FDP) betonte dagegen wie sinnvoll es sei, sich mit der eigenen selbstfinanzierten Immobilien für das Alter abzusichern. Die derzeitige Eigentumsquote von 50 % bei Rentnern sei noch steigerbar. Die politische Förderung sollte dabei auf Wachstumsräume und Ballungszentren konzentriert werden wobei in erster Linie die Länder gefordert seien.

 

Dieser Meinung schloss sich Gero Storjohann (CDU) weitestgehend an. Er warnte ausdrücklich vor Fehlsteuerungen und zentralen Regelungen des Bundes und sah die Länder verstärkt in der Pflicht zu Handeln. Er verwies zudem auf den engen finanziellen Spielraum von Bund und Ländern, der in der aktuellen Situation nur ein eingeschränktes Handeln zuließe.
Alexander Rychter vom BFW stellte dagegen klar, dass man zurzeit das niedrigste Niveau bei Neubauten seit 1945 in Deutschland habe und unterstrich die politischen Forderungen der einladenden Verbände. Als notwendigste Maßnahme beschrieb er die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung auf 4 %, die Investitionen in Wohnraum wieder wirtschaftlich machen.
In der an die Diskussion anschließende Fragerunde bekräftigte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerksbau Dr. Hans Georg Leuck die Dringlichkeit, ausreichend altersgerechte Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Die Politik dürfe sich bei der Förderung von altersgerechtem und energieeffizientem Wohnraum nicht auf die Modernisierung konzentrieren, sondern müsse auch den Neubau im Blick behalten.
Einig waren sich alle Diskussionsteilnehmer darin, dass die Politiker der kommenden Legislaturperiode gefordert seien gemeinsam eine Lösung für die Probleme des barrierearmen Wohnens zu finden.

 
 

Auf dem Forum Wohnungsbau am 18.3.2009 wurden die Gesamtergebnisse der Studie des Eduard-Pestel-Instituts zum Wohnraumbedarf ion Deutschland veröffentlicht. Das Forum wurde veransatltet von den Verbänden: Deutscher Mieter Bund (DMB), Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau (DGfM), Gesprächskreis Baustoffindustrie im BDB e.V. (Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel) und BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen.

Weitere Informationen zu den Studienergebnissen finden Sie hier...

 

Der Deutsche Mauerwerkskongress findet am 24. September 2009 in Dresden statt.